Die meisten Menschen, welchen ich von meiner grossen Leidenschaft, dem Hand Lettering, erzähle, können sich darunter kaum was vorstellen.
„Ist das Kalligrafie?“ Dieser Satz höre ich am meisten und ich muss immer dieselbe Antwort geben: Jein. Denn Hand Lettering ist nicht gleich Kalligrafie und dies wiederum nicht dasselbe wie Typographie. Und genau dieses Mysterium möchte ich jetzt aufklären…
„Hand Lettering ist nicht gleich Kalligrafie, Kalligrafie ist nicht gleich Typographie und Typographie ist nicht gleich Hand Lettering.“
Oft denkt man, dass diese drei Begriffe alle dasselbe bedeuten, was überhaupt nicht korrekt ist. Generell kann man sagen, dass alle gleiche Komponenten beinhalten und trotzdem sehr unterschiedlich aussehen; eigentlich sind sie wie Geschwister. Sie folgen alle den gleichen Regeln, wenn es um den Abstand zwischen den Buchstaben und die Konstanz der Buchstaben geht. Das Schöne an den dreien ist, dass man sie zusammen verwenden kann und sie sich perfekt ergänzen können.
Man kann diese drei Schrifttypen auch so erklären
Hand Lettering: Die Kunst Buchstaben zu zeichnen
Kalligrafie: Die Kunst Buchstaben zu schreiben
Typographie: Die Kunst Buchstaben zu formatieren
Und nun kommen wir zur Kernfrage: Was ist Handlettering?
Hand Lettering hat nichts zu tun mit Handschrift! Ich persönlich habe die unspektakulärste Handschrift überhaupt und trotzdem gelingt es mir, schöne Schriften zu zaubern. Beim Hand Lettering geht es ums Design und wie man welche Buchstaben zeichnen soll, um ans Endziel zu gelangen.
Die Buchstaben werden gezeichnet und nicht geschrieben.
Das einzige was man dafür benötigt ist ein Brushpen, also ein Stift der eine flexible Spitze hat. Mit diesem Stift gelingt es wunderbar, einzigartige Buchstaben zu zeichnen, die ihren eigenen Charakter haben und niemals gleich aussehen, wenn sie noch einmal gezeichnet werden. Das macht das Hand Lettering auch so einzigartig, denn jedes Mal wird alles von Grund auf neu und personalisiert erschaffen und niemals kopiert.